Virtuelle Gemeinschaften und Kooperationsräume

[UEBERSETZUNG BENOETIGT]

Durch die allgemeine Verfügbarkeit von vernetzten Computersystemen besteht die Möglichkeit zu zeitlich und räumlich flexiblen Formen der Kommunikation, Koordination und Kooperation. Dies findet in vielfältiger Form im Rahmen von Arbeit, Bildung und Freizeit statt. Dabei entstehen mehr oder weniger offene soziale Strukturen, in denen Menschen gemeinsam arbeiten, lernen oder spielen. Diese virtuellen Gemeinschaften und ihre digitalen Kommunikationsmittel sind ein Ausdruck neuer sozialer Modelle einer zunehmend globalisierten Gesellschaft. Die Kommunikationsplattformen erlauben synchrone und asynchrone Kommunikation jenseits bekannter räumlicher und zeitlicher Begrenzungen.

Die erfolgreiche Mitwirkung in sozialen Strukturen setzt eine geeignete Selbstorganisation und ein persönliches Informationsmanagement (PIM) voraus. Das Zusammenwirken von Menschen auf computergestützten Plattformen kann sowohl passiv durch das Nutzen bereitgestellter Information als auch durch das eigene, aktive Beitragen und Publizieren von Informationen in die sozialen Strukturen erfolgen. Hierbei sind in den letzten Jahren mächtige soziale Strukturen und Informationsbestände im Internet entstanden (Web 2.0).

Die Auswirkungen virtueller Gemeinschaften ergänzend oder im Ersatz zu lokalen Gemeinschaften verändern die Gesellschaft in vielfältiger Hinsicht. Dies reicht von gravierenden wirtschaftlichen Auswirkungen bis hin ethischen Fragen grenzenloser und unkontrollierbarer Kommunikation. Die Entwicklung der Kommunikationsplattformen und Socialware setzt ein tiefes Verständnis sozialer und organisatorischer Prozesse voraus.

Forschungsthemen des IMIS in diesem Bereich

  • Randbedingungen für das Entstehen und Auflösen von wirkungsvollen virtuellen Gemeinschaften
  • PersönlichesInformationsmanagement
  • kooperative Zeitund Ressourcenplanung
  • Gestaltung von Kooperationssystemen, Kooperationsräumen und Socialware
  • Social und Group Awareness
  • gesellschaftliche Folgen globaler virtueller Gemeinschaften

Stand der Forschung am IMIS in diesem Bereich

In mehreren Projekten entwickelt das IMIS Kooperationsplattformen und Kooperationsanwendungen. Dabei werden insbesondere hinsichtlich ihrer Strukturiertheit offene Communities betrachtet, die sich laufend neu definieren und verändern und daher auch flexible Plattformen für ihre Kommunikation und Zusammenarbeit benötigen. Zu diesem Zweck sind in Form Kommunikationsund Kooperationssysteme modelliert und entwickelt worden, die in verschiedenen Kooperationssituationen eingesetzt und erprobt wurden. So wurde beispielsweise im Bereich der Druckund Medienindustrie in Zusammenarbeit mit der Telekommunikationsindustrie eine offene Kooperationsplattform für Produktionsketten mit mehreren Unternehmen erprobt. Für offene Communities werden desktop-basierte und mobile Zeitund Ressourcenplanungssysteme entwickelt.