Sicherheitskritische Mensch-Maschine-Systeme_EN

[UEBERSETZUNG BENOETIGT]

Sicherheitskritische Technologien sind inzwischen vielfältig mit unserem täglichen Leben verwoben. Transportmittel, medizintechnische Systeme, Telekommunikationssysteme sowie verfahrensund energietechnische Anlagen und Netze bestimmen unser tägliches Leben.

Diese Technologien basieren zunehmend direkt oder indirekt komplexer Technologie, vor allem auch auf Computersystemen. Wir müssen davon ausgehen können, dass all diese Systeme mit den höchst möglichen Sicherheitsstandards betrieben werden und dass über die gesellschaftlich kommunizierten und akzeptierten Restrisiken hinaus keine vermeidbaren weiteren Risiken entstehen. Dies setzt voraus, dass die bei Herstellern und Betreibern, Zulieferern und Entsorgern, Zulassungsstellen, Aufsichtsbehörden beteiligten Personen, deren Organisationen sowie die dort eingesetzten Technologien geeignete Randbedingungen erfüllen.

Viele Anomalien, Störfälle und Unfälle zeigen, dass diese Erwartungen nicht immer erfüllt werden und in Form von fälschlicherweise so genanntem menschlichem oder technischem Versagen die erwarteten Sicherheitsniveaus unterschritten und damit Restrisiken überschritten werden.

Forschungsthemen des IMIS in diesem Bereich

  • organisatorische Strukturen und Prozesse für den Betrieb sicherheitskritischer Systeme
  • Situation Awareness für Operateure
  • Informationsergonomie
  • diagnostische Prozesse und Handlungsstrukturen bei Anomalien und Störfällen
  • kooperatives Problemlösen bei Anomalien und Störfällen unter menschlichen Akteuren
  • Supervisory Control und andere Formen der Arbeitsteilung zwischen Mensch und Maschine, wie z.B. intentionsbasiertes Überwachen, Steuern und Problemlösen zwischen menschlichen und maschinellen Akteuren (Intention-Based Supervisory Control)
  • intelligente Assistenzfunktionen und ihre Modellierung
  • mobile Alarmierungs und Kommunikationssysteme mit Filter und Eskalationsstrategien
  • Entwicklungsprozesse und -methoden zur Realisierung sicherheitskritischer Mensch-Maschine-Systeme

Stand der Forschung am IMIS in diesem Bereich

Das IMIS berät und begutachtet seit vielen Jahren Unternehmen, die Technologien im Bereich sicherheitskritischer Anwendungen entwickeln (z.B. Systemhersteller), einsetzen (z.B. Luftfahrtunternehmen) oder überwachen (z.B. Aufsichtsbehörden). Dabei werden die Analysen, Konzepte und Gutachten im Kontext von Mensch, Technik und Organisation erarbeitet.

Es werden Systemkonzepte, Methoden und Arbeitsmittel für die Führung komplexer Prozesse auf der Grundlage hierarchischer Prozessmodellierung entwickelt.

In jüngster Zeit wurden Störfallanalysen und Gutachten zum Betreiberverhalten und dessen Zuverlässigkeit im Bereich der Kernkraft durchgeführt (MTO-Analysen, ganzheitliche Ereignisanalysen, Organisationsanalysen).