Entwicklung eines Datensammlungsmoduls am Vorbild von Contextual Inquiry für das Usability Engineering Repository (UsER)

Art der Abschlussarbeit

Bachelorarbeit

Thema

UsER ist eine auf dem Google Web Toolkit (GWT) basierende Rich Internet Application zur Unterstützung menschzentrierter Entwicklungsprozesse.

Bearbeitet von

Markus Dresel

Betreut von

Aufgabenstellung

Für die Entwicklung gebrauchstauglicher Software stellen empirisch gesammelte Daten über reale Benutzer und deren Arbeitspraxis eine wichtige Grundlage dar. Sie ermöglichen es, Eigenschaften der Benutzer, wichtige Kontextfaktoren sowie Ziele der zu unterstützenden Arbeitsabläufe zu erkennen und zentral in den Entwicklungsprozess miteinzubeziehen. Dennoch werden derartige Daten oftmals vernachlässigt, da sie nur schwer verfügbar oder schlecht aufbereitet sind oder eventuell gar nicht erst erhoben wurden. Es stellt sich also die Frage, wie Softwareunternehmen hierbei unterstützt werden können und in welcher Form sich die Resultate sinnvoll und gewinnbringend in den gesamten Entwicklungsprozess integrieren lassen.

Hierzu wird im Rahmen dieser Arbeit ein Datensammlungsmodul konzipiert, welches eine Komponente innerhalb der Usability-Engineering-Kollaborationsplattform UsER darstellen soll. Das Modul soll eine praktisch verwendbare Umgebung bieten, in der die Planung der Datensammlungen, das Einspeisen und Aufbereiten der gesammelten Daten sowie deren Weiterverwendung bei der Arbeit mit UsER unterstützt werden. Diese Form der Unterstützung ergibt sich aus der eingehenden Analyse des Prozesses der Datensammlung im Feld sowie des aktuellen UsER-Systems inklusive all seiner Module. Für ersteres soll die etablierte Usability-Engineering-Methode Contextual Inquiry als Vorbild dienen. Durch die Aufbereitung der gesammelten Daten, in Form sogenannter Informationselemente, werden diese mit entsprechenden Kontextinformationen angereichert und können so geordnet eingesehen und innerhalb eines UsER-Projektes weiterverwendet werden. Damit soll das Ziel erreicht werden, dass empirische Daten in höherem Maße in den Entwicklungsprozess mit einfließen und die dabei getroffenen Entscheidungen besser nachvollziehbar und begründbar sind. Das Konzept zum Datensammlungsmodul wird formativ evaluiert und die realisierte Anwendung durch eine summative Evaluation abschließend bewertet.

Literatur

Mentler T., Herczeg M. (2015). Flexible Tool Support for Collaborative Design of Interactive Human-Machine Systems. In ECCE 2015 Proceedings of the European Conference on Cognitive Ergonomics.

Starttermin

Apr 2016

Abgeschlossen

Nov 2016