CASPer: Entwicklung eines Comic-Avatars auf Basis eines Szenengraphens für Präsentationen

Art der Abschlussarbeit

Studienarbeit

Thema

Das sich am IMIS in der Entwicklung befindliche Jeherazade-System ist ein narratives System (narrare = lat. erzählen) mit dem Schwerpunkt der Informationsvermittlung. Mittels solcher Systeme werden Präsentationen an den Benutzer bzw. das Publikum adaptiert, somit Spannung erzeugt und Motivation, der Präsentation zu folgen.

Bearbeitet von

Benjamin Schlüter

Aufgabenstellung

In der hier vorliegenden Studienarbeit wird ein Comicstil-Avatar zur Unterstützung von Präsentationen entwickelt. Der Avatar basiert auf einem vereinfachten menschlichen Skelett, welches durch einen Szenengraphen, bestehend aus Körperteilen und Gelenken, repräsentiert wird. Der Comicstil wird durch Reduktion des menschlichen Skeletts auf wenige Körperteile und Gelenke erreicht. Die Körperteile speichern Informationen über ihr Aussehen, während die Gelenke jeweils ihre aktuelle Gelenkstellung speichern, die sich über relative Winkel zwischen zwei anneinanderliegenden Körperteilen definieren. Über Veränderungen der Gelenkwinkel, ändert sich die Stellung der anliegenden Körperteile. Dadurch kann der Avatar Bewegungen ausführen und mit dem Benutzer kommunizieren.

Entwickelt wird der Avatar für die Museumssoftware Jeherazade, die einen Besucher nach seinen persönlichen Interessen durch eine Ausstellung führt. Dabei wird dem Besucher vom System multimedial eine Geschichte präsentiert, durch die der Avatar den Benutzer führt.

Der hier implementierte Avatar ist dabei universell gehalten und muss von einem Gestalter an die Benutzer und die Ausstellung angepasst werden. Der Avatar muss in die spezielle Präsentationssoftware eingebettet und an sie angepasst werden. Deshalb ist es erforderlich, vorher die Größe und Farben der Körperteile festzulegen. Außerdem muss die Präsentationssoftware festlegen, bei welchen Ereignissen der Avatar welche Aktionen ausführen soll. Viele Bewegungen sind bereits implementiert, diese können aber von Programmierern mit Hilfe der zugehörigen API flexibel erweitert werden.

 

Abgeschlossen

Jun 2007