Augmented Reality mit der HoloLens: Entwicklung und Evaluation einer Anwendung zur Positionierung von virtuellen Objekten

Art der Abschlussarbeit

Masterarbeit

Thema

Augmented Reality, also die Anreicherung der physischen Welt mit virtuellen Objekten, wird in vielen verschiedenen Anwendungsgebieten genutzt, wie zum Beispiel auch in Smartphone-Apps zur Informationsdarstellung in Museen. Um den Museumskuratoren (oder anderen Fachleuten in ihren jeweiligen Gebieten) die detaillierte Positionierung von virtuellen Objekten in ihrer Ausstellung zu ermöglichen, soll in dieser Arbeit eine Anwendung hierfür entwickelt werden. Dazu soll die Microsoft HoloLens, eine Mixed-Reality-Brille, verwendet und ihre Gebrauchstauglichkeit für diesen Anwendungszweck untersucht und evaluiert werden.

Bearbeitet von

Elisabeth Bartsch

Aufgabenstellung

Augmented Reality, also die Anreicherung der physischen Welt mit digitalen Objekten, ist in den letzten Jahren mit Anwendungen wie Pokémon Go und IKEA’s Place besonders für Smartphones immer weiter verbreitet geworden. Neben der bekannteren Smartglass Glass hat Microsoft die HoloLens hauptsächlich für Wirtschaft und Wissenschaft auf den Markt gebracht.

Diese Arbeit nutzt den Rahmen des zurzeit laufenden Forschungstransferprojektes Ambient Learning Spaces am IMIS der Universität zu Lübeck als Beispielanwendungskontext, da hier Projektpartner wie das Günter Grass-Haus oder das Museum für Natur und Umwelt in Lübeck ihre Unterstützung angeboten haben. In der Forschung zu diesem wurde bereits vor über fünf Jahren für Schulen und Museen prototypisch die App InfoGrid realisiert, mithilfe derer Schüler*innen, Lehrkräfte oder Museumsangestellte virtuelle 3D-Objekte anderen Personen, Mitschüler*innen, Museumsbesuchen, etc., diese mittels der Smartphone-App InfoGrid via Geolokalisation und Bilderkennung bereitstellen können.

Im Rahmen des zurzeit laufenden Forschungstransferprojekts Ambient Learning Spaces (ALS) wurde die Applikation InfoGrid auf einer neuen technologischen Grundlage in Teilen bereits neu entwickelt. Möchten beispielsweise Kuratoren des Günter Grass-Hauses zurzeit neue virtuelle, dreidimensionale Objekte in ihre Ausstellung integrieren und diese passend positionieren, wie z.B. virtuelle 3D-Objekte aus der Günter Grass-Galerie in Danzig, welches andere einzigartige, fest montierte Ausstellungsstücke besitzt, so gibt es derzeit noch keine Möglichkeit dies ohne Unterstützung durch Mitarbeiter des IMIS zu tun.

Vor diesem Problem stehen auch weitere Museen, wie das Museum für Natur und Umwelt in Lübeck, und andere Anwendungsbereiche, wie der Industrie oder Architektur, die Augmented Reality mittels beispielsweise Smartphone-Anwendungen benutzen, aber zurzeit keine Möglichkeit des Editierens und Positionierens ihrer neu hinzuzufügenden virtuellen 3D-Objekte haben.

Mit der hier projektierten Masterarbeit soll die Positionierung auf sehr einfache Art und Weise mit der Microsoft HoloLens möglich werden, ohne dass Zahlenwerte für die Ausrichtung von 3D-Objekten eingegeben werden müssen.

Um den Museumskuratoren und anderen Nutzern die Flexibilität zu geben, selbst auszusuchen, an welchem Ort in ihrer Ausstellung sie die unterschiedlichen digitalen Objekte platzieren wollen, brauchen sie daher geeignete Werkzeuge.

Diese Masterarbeit geht der Frage nach, wie mithilfe der Microsoft HoloLens dem Museumspersonal oder anderen Nutzern die Positionierung von digitalen Objekten wesentlich erleichtert werden kann.

Da die HoloLens ein relativ neues technisches Gerät ist, soll zudem evaluiert werden, ob die Positionierung mit der HoloLens ausreichend gebrauchstauglich ist. Sie bietet die Grundlage für den Vergleich mit der Gebrauchstauglichkeit der Positionierung mittels eines Smartphones, welche an anderer Stelle entwickelt und evaluiert wird.

 

Starttermin

Apr 2018